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Die Übergangsphase zu PersonalBrain

Ein Brain ist das einzigartige, komplexe mehrdimensionale Gedächtnis eines Anwenders. Andere grafische Benutzeroberflächen, die für sich in Anspruch nehmen, die Windows-Dateiorganisation zu verbessern und welche die Benutzung von Windows einfacher und schöner machen sollen, greifen stets auf die hierarchische Struktur von Windows zurück.

Wenn Sie PersonalBrain verwenden, werden Sie bald längere Zeit vor Ihrem Computer verbringen, ohne die Windows-Oberfläche überhaupt vor die Augen zu bekommen. Trotzdem ist PersonalBrain kein Betriebssystem, so daß auf die Verwendung von Windows nicht vollständig verzichtet werden kann. Von Zeit zu Zeit müssen Sie weiterhin auf Windows zurückgreifen, insbesondere in der Anfangsphase, wenn Sie mit der Verwendung von PersonalBrain beginnen und ihre bestehenden Dateien und Verknüpfungen in die Gedanken des Brains schieben. Auch wenn Sie Anwendungsprogramme installieren oder auf neuere Versionen 'updaten' möchten, müssen Sie auf die Windows Installationsroutinen zurückgreifen.

Aber, sobald Sie sich in PersonalBrain eingearbeitet haben, werden Sie Windows nicht mehr vermissen. Denn PersonalBrain ist viel leichter zu bedienen und wirklich leistungsfähiger. PersonalBrain und Windows dienen Ihnen gemeinsam als ein Dateimanagement-System. Im Brain werden Ihnen die Dateien auf Ihrer Festplatte visuell dargestellt, doch Sie können sowohl Windows als auch PersonalBrain verwenden, um auf die Dateien zuzugreifen.

Aber PersonalBrain entfaltet seine eigentliche Stärke dort, wo die Windows Funktionen enden. Es nimmt die hierarchische Struktur, mit der Windows arbeitet, einfach weg, und organisiert Ihre Festplatte assoziativ. PersonalBrain erleichtert es Ihnen, die Dateien zu finden, die Sie gerade benötigen. Da die Programme nicht nach Anwendungsprogrammen strukturiert, sondern nach ihrer Zugehörigkeit zu einem bestimmten Thema gespeichert werden, durchbricht PersonalBrain die Barrieren, die bisher zwischen Ihren Anwendungsprogrammen, den Daten auf der Festplatte, den Dateien im Netzwerk Ihrer Abteilung und den Webseiten aus dem Internet bestanden.

Daten sind Daten, Information ist Information, Inhalt ist Inhalt und Gedanken sind Gedanken. Und Sie sind derjenige, der am besten beurteilen kann, wie diese 'Bausteine' zusammengehören.

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Dateien aus Windows ins Brain schieben

Wie an anderer Stelle bereits dargestellt wurde, können Sie einen Gedanken mit einer bereits existierenden Datei assoziieren. Ziehen Sie die Datei dazu aus dem Windows-Explorer, aus dem 'Arbeitsplatz' oder vom Desktop in den Plex. Es gibt drei unterschiedliche Arten des Ziehens. Jede dieser Methoden hat andere Auswirkungen auf den benötigten Festplattenspeicherplatz.

Dateien in den Plex ziehen

Einfaches Ziehen einer Datei von Windows in den Plex, fügt sie einem Gedanken hinzu. Es wird jedoch nicht die Datei selbst übernommen, sondern es wird lediglich eine Verknüpfung (Shortcut) mit der Datei erstellt. Dies können Sie z.B. dann verwenden, wenn Sie ihren Computer mit jemandem teilen, der die gleichen Dateien bearbeitet wie Sie. Es ist zu beachten, daß bei der Verwendung von Verknüpfungen, eine Änderung des Dateinamens oder ihres Speicherortes im Windows-Explorer zu einer Zerstörung der Verknüpfung führt. Die Datei kann dann nicht mehr aus dem Brain geöffnet werden. Vermeiden Sie es also, daß andere Anwender die Dateinamen ändern.

Mit gedrückter CTRL-Taste ziehen

Wenn Sie während des Ziehens der Datei die CTRL-Taste gedrückt halten, wird die Datei in das Brain kopiert. Bei Verwendung dieser Methode sollten zwei Dinge beachtet werden. Erstens, andere Anwender können weiterhin mit der Originaldatei arbeiten. D.h. wenn Sie nur mit der Kopie arbeiten, sind Ihre Änderungen für die anderen Anwender nicht verfügbar, und umgekehrt. Zweitens, wird die Datei aufgrund des Kopierens ein zweites Mal auf Ihrer Festplatte gespeichert. Sie sollten diese Methode daher verwenden, wenn Sie wirklich mit einer Kopie der Datei arbeiten möchten.

Mit gedrückter SHIFT-Taste ziehen

Das Ziehen mit gedrückter SHIFT-Taste verschiebt eine Datei in das Brain. Es wird keine Kopie der Datei im ursprünglichen Verzeichnis verbleiben. Folglich, haben andere Anwender keinen Zugriff auf diese Datei, solange Sie diese nicht aus dem Brain importieren. Diese Methode benötigt den geringsten Speicherplatz auf Ihrer Festplatte.

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PersonalBrain Dateiorganisation

Wenn Sie die PersonalBrain Standardeinstellungen bei der Installation bestätigt haben, befindet sich das Programm in dem Verzeichnis C:\Programme\PersonalBrain. Die Dateien für jedes Brain auf Ihrem Computer werden in dem Verzeichnis C:\My Brains gespeichert. Dateien, die Daten des Brain enthalten werden brn Dateien genannt, denn das ist ihre Erweiterung. Die Größe einer .brn Datei hängt von der Anzahl der Gedanken in dem jeweiligen Brain ab. Jeder Gedanke benötigt ca. 2KB Speicherplatz. Brain Dateien werden folgendermaßen benannt: Brain-Name.brn, wobei Brain-Name der Name ist, den Sie für das Brain vergeben haben. Sie müssen den Namen des Brains kennen, wenn Sie es in ein anderes Brain importieren möchten.

Die Dateien, die Sie den Gedanken anhängen, werden in einem separaten Verzeichnis gespeichert, welches die folgende Bezeichnung trägt: Brain-Name_brn. Wenn Sie das Brain also z.B. 'Vincent' genannt haben, werden seine angehängten Dateien in dem Verzeichnis Vincent_brn gespeichert. Sie müssen auf das Verzeichnis 'My Brains' zugreifen, wenn Sie Dateien von PersonalBrain nach Windows verschieben möchten.

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Tipps für die Übergangsphase

Der beste Weg bei der Umstellung von PersonalBrain ist es, Datei für Datei in das Brain einzufügen. Für Anwender, die bereits vor der Installation von PersonalBrain ihre Festplatte sehr gut organisiert hatten, gibt es jedoch auch eine schnelle und komfortable Möglichkeit zum Import der Dateien.

Wenn Sie viele Dateien gleichzeitig importieren, verwandeln Sie PersonalBrain zwar in eine hoch-effiziente Version des Windows-Explorers, aber es wird die Möglichkeiten Ihres Brains gegenüber einer natürlichen und effizienten Entwicklung eines Brains einschränken. Ein effektiver Übergang wird 'mit der Zeit' automatisch erreicht, wenn Sie Ihre ganz normale Arbeit erledigen und ganz nebenbei PersonalBrain einsetzen.

Komplette Verzeichnisse kann man importieren, wenn sie nur wenige Dateien enthalten, die in einem engen Zusammenhang miteinander stehen. Auf diese Weise kann ein gut organisiertes Brain entstehen. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Dateien müssen Sie später jedoch manuell festlegen.

Widerstehen Sie der Versuchung umfangreiche Verzeichnisse in Ihr Brain zu schieben. Sicher, PersonalBrain kann dies tun, und wird die enthaltenen Dateien zu Kinder-Gedanken des Gedankens machen, zu dem Sie das Verzeichnis ziehen. Diese Kinder-Gedanken bekommen die Namen der angefügten Dateien. Das entspricht konzeptionell jedoch nicht der Art und Weise, wie Sie selbst die Dateien während ihrer Verwendung in das Brain einfügen würden. Mit solch einer Schnell-Lösung werden Sie das Brain mit Gedanken überhäufen, die Sie an der Stelle vielleicht überhaupt nicht benötigen. Ordentliche Assoziationen zwischen Gedanken können nur durch die tägliche Arbeit entstehen.

Es ist nicht so leicht, Dateien und Gedanken innerhalb des Brain hin- und her zu schieben, wie es in Windows möglich ist. Sie können zwar Gedanken bewegen, indem Sie sie um den aktiven Gedanken herumziehen oder, indem Sie sie entknüpfen und mit anderen Gedanken wieder verbinden. Aber langfristig ist das sehr mühsam. Das erste Gefühl, wo Sie ein spezieller Gedanke einzuordnen ist, ist meistens die beste (und am leichtesten zu erinnernde) Lösung. Und gleichzeitig entspricht es der Philosophie, die PersonalBrain zugrunde liegt. Ihr Brain entwickelt evolutionär weiter, wenn die Anzahl der Verbindungen zwischen Gedanken wächst und das Geflecht komplexer wird. Dies ist ein Prozess, der nicht schnell oder nur gelegentlich durchgeführt werden kann, ohne daß Sie die Intelligenz Ihres Brain dafür opfern.

Wenn Sie den Übergang zu PersonalBrain Datei für Datei durchführen, sind die Dateien, die nicht in Ihr Brain kommen, solche die Sie niemals benötigen. Auf diese Weise stellen Sie sicher, das jede Information in Ihrem Brain nützlich ist.

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Markus Zmija

Markus Zmija


http://www.zmija.de/personalbrain_12.htm
Version:08.11.2004



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